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12.01.2022

Die Strategien der Tourismusdestinationen 2022

Die Tourismusindustrie zählt zu den Branchen, die weltweit am stärksten von der Coronakrise getroffen wurde. Um dem entgegenzuwirken und Touristen für sich und ihre Destination zu gewinnen, setzen diese auf unterschiedliche Strategien. In diesem Artikel geben unsere ESB Tourismus-Partner aus der Schweiz und Österreich ein kurzes Statement zu ihrer jeweiligen strategischen Ausrichtung in 2022.

Schweiz Tourismus

Barbra Albrecht, Leiterin Switzerland Convention & Incentive Bureau (SCIB) und Mitglied der Geschäftsleitung:
«Die Krise hat die Bedürfnisse der Menschen verändert und der Nachholbedarf von Zusammenkünften ist gross. Sich persönlich kennenlernen, geschäftliche Beziehungen auf- und ausbauen, informelle Austausche und gemeinsame Erlebnisse ermöglichen werden wichtige Gründe sein, weshalb man sich persönlich trifft. Diese erfordern jedoch neue Meetings-Formate, kreative Rahmenprogramme und aussergewöhnliche Aktivitäten. Die reine Informationsvermittlung wird an Bedeutung verlieren, respektive weiterhin virtuell über die bewährten Online-Tools stattfinden. Bei der Destinationswahl gewinnen Entscheidungskriterien wie Zuverlässigkeit, Überschaubarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit an Bedeutung. Die Schweiz bietet dafür den perfekten Rahmen. Mit 20 Spezialisten bei Schweiz Tourismus in Europa, Nordamerika und Asien und einer engen Zusammenarbeit mit den führenden Schweizer Destinationen und Anbietern, stellen wir eine starke Marktpräsenz sicher, sind in jährlich rund 1'500 Anfragen persönlich involviert, wovon rund 800 auch in der Schweiz durchgeführt werden.»

Arosa Tourismus

Roland Schuler, Tourismusdirektor:
«Arosa setzt seit mehreren Jahren auf vier strategische Eckpfeiler, wie Events, den Schneesport, die erlebnisreiche Sommeroase und unsere Service-Excellenz. Die vier Felder werden auf unterschiedlichen Ebenen konsequent weiterentwickelt und stets dem Gästebedürfnis & der Zielgruppe angepasst. Ein Erfolg von Arosa ist sicher, dass die Zielgruppen sehr vielfältig sind und auf die diversen Angebote ausgerichtet werden. Im Fokus sind dabei Familien, Aktive, Geniesser und Firmen. Vor zwei Jahren haben wir weiter ein übergeordnetes Strategiefeld definiert und unter den Arbeitstitel Arosa2030 gestellt. Das Thema Nachhaltigkeit soll strategisch verankert werden und bewusst über alle Tätigkeitsfelder von Arosa gelegt werden. Dies mit folgendem Gedankengut: "In Arosa gibt es Alles – einfach etwas besser und bewusster. Genussvoller Konsum ohne Verzicht, aber mit Verantwortung und gutem Gewissen."»

Bern Welcome

Manuela Angst, Vorsitzende der Geschäftsleitung:
«Die Destination Bern ist ein einzigartiges Paradies für alle, die genussvolles Fahrradfahren lieben. Von der Stadt Bern ist man in Kürze mitten in der Natur und fährt durch tiefgrüne Wälder, über idyllische Hügelzüge und blickt in die Ferne. Besonders die neuen, inszenierten Radwanderrouten in unserer Destination bieten einzigartige Erlebnisse für den Gast. Diese Vielfältigkeit für Velobegeisterte wollen wir bekannter machen. Durch sinnvolle Partnerschaften und der Kommunikation auf den für die Zielgruppe relevanten Plattformen, Velo-Routenführer und Special Interest Magazinen wollen wir die Bekanntheit der Radwander-Destination Bern steigern.»

Destination Davos Klosters

Reto Branschi, Direktor:
«Der Markenkern der Destination Davos Klosters lautet «Sport und Bewegung in einer gesunden Bergwelt» und ist die (vielfältigste) «Sportdestination» der Alpen. Sie bietet für jung und alt, insbesondere Familien, erlebnisreiche Ferien, Events und Kultur an und setzt bei ihren Marketing- und Kommunikationsmassnahmen auf «massgeschneiderte» Kommunikation für die einzelnen Zielgruppen in den jeweiligen Aktivmärkten. Die Destination Davos Klosters startete 2022 mit einer ersten TikTok-Kampagne ins neue Jahr und lancierte einen neuen Imagefilm mit dem Slogan «Sports Unlimited». Somit soll u.a. Aufmerksamkeit sowohl für die Aktivitäten und Produkte der Tourismusdestination als auch für die (Preis-)Angebote erzeugt werden und die Destination Davos Klosters als Top-Destination mit fairem Preis-Leistungsverhältnis wahrgenommen werden.»

Ferienregion Lenzerheide

Marc Schlüssel, CMO / Stv. Geschäftsführer:
«Lenzerheide hat sich zur Aufgabe gemacht, unvergessliche Lebensmomente in einer einzigartigen Natur erlebbar zu machen. Dazu treibt die Lenzerheide Marketing und Support AG (LMS) die touristische Entwicklung voran und vermarktet die Ferienregion zu einem ganzjährigen, lebendigen Ferien-, Wohn-, Lebens- und Arbeitsort. Die strategische Stossrichtung erfolgt dabei mit klarem Fokus auf vier strategische Geschäftsfelder: Alpiner Schneesport, Bike, Nordic (Wandern und Langlauf) sowie Familien. Um die Kompetenz und Glaubwürdigkeit in diesen Fokusthemen zu manifestieren, besteht der Anspruch regelmässig internationale Grossveranstaltungen mit starker Kommunikationswirkung durchzuführen, wie zum Beispiel dem Ski-, Bike und Biathlon-Worldcup. Mittels gezielter Produktinnovation und überzeugendem Erlebnisdesign, orchestriert die LMS die Spitzenleistungen der Serviceerbringer zum authentischen Gesamterlebnis. Mutig und frech und doch respektvoll und nachhaltig will sich Lenzerheide dabei als «Next Level Mountain Destination» positionieren.»

Luzern Tourismus

Marco Zemp, Leiter Sales & Marketing:
«Die Luzern Tourismus AG (LTAG) intensiviert in die touristische Produkt- und Angebotsentwicklung für die Stadt Luzern und die Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee. Um eine möglichst grosse Wirkung zu erzielen, setzt sich die LTAG für eine enge Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern der Zentralschweizer DMO's aus SZ, NW, OW & Uri ein. Im Sommer 2021 wurde der neue Fernwanderweg «Tell-Trail» durch die malerische Region Luzern-Vierwaldstättersee – von Altdorf bis aufs Brienzer Rothorn in acht Etappen erfolgreich lanciert. In 2022 lancieren wir ein neues E-Velo-Angebot auf der «Route 1291» durch die Region Luzern-Vierwaldstättersee. Die neue Route durchquert eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit Stadt, Seen bis hin zu Gletschern und Alpenpässen.»

St.Gallen-Bodensee Tourismus

Thomas Kirchhofer, Direktor:
«Um mehr Gäste für St.Gallen zu begeistern, richten wir unser Angebot an ihre Bedürfnisse und nach ihrem Suchverhalten aus. Denn eine hohe Erlebnisdichte rund um eine stark positionierte Destination bringt höhere Aufenthaltsdauer. Wir fokussieren uns künftig noch viel stärker auf die Marke «St.Gallen» und binden die Angebote und Stärken aller Regionen im Destinationsgebiet in der Kommunikation nach aussen unter St.Gallen mit ein – Vom Weinerlebnis, Genussradfahren, Birdwatching und insbesondere MICE, über UNESCO, Textilland, Kultur bis hin zum Einkaufserlebnis. Ein durchdachtes Storytelling soll dabei die Region mit miniatur-schweiz- und urbanen «Wow-Effekten» als Gesamterlebnis vermitteln und die Stadt bzw. die Region als „In Place“ im Sommer wie auch im Winter zeigen. In der Mitte von Bodensee und Alpstein, in der Mitte der Ostschweiz, in der Mitte von mini-schweiz-Abenteuern, in der Mitte von Hier und Jetzt.»

Tirol Werbung

Florian Phleps, Geschäftsführer: 
„Mit dem „Tiroler Weg – Perspektiven für eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung“ gibt es seit dem Vorjahr eine neue Tourismusstrategie für unser Land. Damit will Tirol vorangehen und Modellregion für das Urlaubsangebot und eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung sein – in einer Balance aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit. Die familiengeprägte Struktur des Tiroler Tourismus, der Generationswechsel in der Branche, eine ausgeprägte Dialogkultur sowie das Forcieren einer ganzjährigen Qualitätsführerschaft sind wichtige Grundpfeiler der neuen Strategie. Wir streben damit einen Perspektivenwechsel an: Die Entwicklung unserer Branche wird neben wirtschaftlichen Größen auch an gesellschaftlichen, ökologischen und Zufriedenheits-Kennzahlen gemessen. Unser Signal ist klar: Wert statt Menge.“

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